| Präparationsempfehlungen |
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Für eine ästhetische und ausreichend belastbare vollkeramische Restauration muss sich die zahnärztliche Präparation im Ausmaß des Substanzabtrags und bezüglich der Präparationsgeometrie an den spezifischen Anforderungen des Materials orientieren. Präparationen mit slice-cut, Federrand oder kantigen Innenwinkeln sind kontraindiziert.
Das IMAGINE® h.e. Presskeramik-System erfordert einen zirkulären Substanzabtrag von mindestens 1,0 mm, okklusal bei Kronen mindestens 1,5 und bei Inlays mindestens 2,0 mm.
Wie bei allen Präparationen für Vollkeramikrestaurationen ist die Pulpaausdehnung insbesondere bei jugendlichen Patienten zuvor kritisch zu würdigen.
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| Kronenpräparation |
Tiefenmarkierungen mit 1 mm Schnitttiefe erleichtern die anatomische Präparation.
Abtragen der Schneidekante und zielgerichtete Präparation der Approximalflächen für eine deutliche Hohlkehle [Abb.] mit einem Torpedo oder für eine Stufe mit abgerundeter Innenkante mit einem am Arbeitsende abgerundeten konischen oder walzenförmigen Diamantinstrument.
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Umfangpräparation mit leichter Konizität, zirkuläres Anlegen der Präparationsgrenze; ausreichendes Reduzieren der Oral- bzw. Okklusalflächen und Abrunden der Kanten. Kontrolle der Präparation und Finish mit formkongruenten HM-Finierern bzw. formkongruenten extra-feinen Diamantfinierer.
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| Veneerpräparation |
Tiefenmarkierungen können bei bestimmten Indikationen die anatomische Präparation erleichtern.
Zervikale Kehlung schmelzbegrenzt anlegen und nach approximal "ellenbogenförmig", möglichst unter Erhalt des Kontaktpunktes, fortführen. Labiale Reduktion unter Beachtung der Konvexität und inziale Reduktion.
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Sofern labial keine stark untersichgehenden Bereiche präpariert werden mussten: approximal Flankenpräparation im Inzisalbereich; Fortführung der Flankenpräparation als palatinale Stufe zur Fassung der Inzisalkante.
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Kontrolle der Präparation, Abrunden der Kanten und Finish mit formkongruentem HM-Finierer bzw. formkongruentem extrafeinem Diamantfinierer.
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| Inlay- und Onlaypräparation |
Präparation der Zentralkavität; Standardisierung mit Mindestbreite und -tiefe von 2 mm, abgerundeten Innenkanten und leichter Konizität. Fortführung der Präparation in die Approximalkästen, leicht flügelförmig.
Bei flächigem Approximalkontakt ggf. zusätzlich mit flammenförmigem Diamantschleifer oder oszillierender Feile eröffnen! Bei der Onlaypräparation ergeben sich in Teilbereichen fließende Übergänge zur Kronenpräparation.
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Kontrolle und Finish:
scharfe Präparationsbegrenzung, keine untersichgehenden Bereiche, kein Federrand, kein slice-cut, keine kantigen Innenwinkel! Glätten der Präparation mit formkongruenten HM-Finierern oder formkongruenten extra-feinen Diamantfinierern.
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| Eingliederung |
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Einprobe
Bei den Einproben der Restaurationen erfolgt eine Kontrolle der Passgenauigkeit, der Oberflächenstruktur sowie der Form- und Farbwirkung. Insbesondere bei Inlays und Veneers kann der Einsatz von in der späteren Zementfarbe eingefärbten Glycerinpasten zusätzliche Sicherheit im Hinblick auf die zu erzielende Ästhetik geben.
Bitte beachten Sie: Die Okklusion darf wegen der Bruchgefahr an den noch nicht adhäsiv befestigten Restaurationen keinesfalls überprüft werden.
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Befestigungsmaterial
Für Restaurationen aus IMAGINE® h.e. Presskeramik ist die adhäsive Befestigung mit Kompositzement zwingend vorgeschrieben. In tiefen, pulpanahen Bereichen der Kavität ist eine Dentinabdeckung mit einem geeigneten Unterfüllungsmaterial vorzunehmen.
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Vorbereiten der Restauration
Nach der Schlusseinprobe müssen die Restaurationen entfettet und mit gepuffertem Flusssäure-Gel an den zahnseitigen Oberflächen geätzt werden. Unmittelbar vor dem adhäsiven Zementieren können die angeätzten Flächen zusätzlich silanisiert werden.
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Vorbereiten des Zahnes und Zementierung
Die Reste des Provisorienzementes müssen gründlich entfernt werden. Anschließend ist die Präparationsoberfläche mit einer fluoridfreien Polierpaste rotierend zu säubern. Für eine sichere Befestigung ist eine ausreichende Trockenlegung unabdingbar. Dies kann durch eine Isolierung mit Kofferdam oder durch relative Trockenlegung mit Watterollen und dem zusätzlichen Einsatz eines Retraktionsfadens erfolgen.
Die beschliffene Zahnhartsubstanz muss in der Total-Etch-Technik effektiv konditioniert werden. Für das Bonding des jeweils verwendeten Befestigungskomposits an Schmelz und Dentin wird ein licht-, besser dualhärtendes Adhäsivsystem empfohlen.
Als Befestigungsmaterial muss ein chemisch oder dualhärtender Kompositzement verwendet werden. Geeignet sind dualhärtende Kompositzemente, die zusätzlich über verschiedene Konsistenzen und Farbabstufungen verfügen. Die Herstelleranweisungen für das jeweilige Bondingsystem bzw. das gewählte Befestigungskomposit sind dabei unbedingt zu beachten.
Quelle: Wieland Dental + Technik, Pforzheim
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