| Präparationsempfehlungen |
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Allgemeine Informationen
Die Präparation für Cercon-Restaurationen kann wahlweise mit einer 90° Hohlkehlpräparation oder einer Stufe mit innen gerundeter Kante erfolgen. Zur rationellen Erzielung dieser Präparationsgrenzen ist die Anwendung von zylindrischen, vor Kopf runden Diamantschleifern oder konischen Instrumenten mit gerundeter Kante zu empfehlen.
Es ist eine cirkuläre Schnitttiefe von einem Millimeter anzustreben. Aufgrund der lichtoptischen Datenerfassung muss die Präparation einen ausreichenden Konuswinkel besitzen. Ein Konuswinkel von 2 x 3° ist ideal. Alle Übergänge von den axialen zu den okklusalen bzw. inzisalen Flächen sind zu runden. Andernfalls ist eine frästechnische Umsetzung der Gerüstform nicht möglich. Zur Erzielung einer glattwandigen Präparation empfiehlt sich der Einsatz von Feinkorndiamanten (Körnung 40 µm).
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Prämolaren und Molaren Neben den bereits genannten Präparationsparametern ist bei Seitenzähnen die Gestaltung eines vereinfachten okklusalen Reliefs zu empfehlen. Dabei sollte der Öffnungswinkel der Okklusalflächen 120 - 140° betragen. Ein derartiges okklusales Relief wird reproduzierbar mit der Verwendung eines knospenförmigen Diamantinstrumentes erreicht, das waagerecht zur Zahnachse geführt wird. Der okklusale Substanzabtrag muss minimal 1,5 mm betragen.
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Frontzähne Neben den allgemeinen Präparationsanforderungen ist bei Frontzahnrestaurationen ein inzisaler Abtrag von 2mm zu fordern. Die Breite des Zahnstumpfes an der inzisalen Kante soll 0,9 mm nicht unterschreiten. Die übrigen Präparationsparameter bleiben unverändert: Cirkuläre Schnitttiefe: 1 mm Konuswinkel: 2 x 3°
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Empfehlenswert: Doppelfadentechnik
Durch die Verwendung von geflochtenen Retraktionsfäden (z.B. Ultrapack) wird eine gute Darstellung der Präparationsgrenze erreicht. Gute und reproduzierbare Abformergebnisse werden mit der Doppelfadentechnik erzielt. Bei dieser Technik wird ein erster dünner Faden in den Sulkus appliziert. Er verbleibt dort während der gesamten Abformung. Darüber wird ein zweiter, dickerer Faden gelegt, der kurz vor der Abformung entfernt wird. Der erste Faden hat die Aufgabe, eine Blutung aus dem Sulkus zu blockieren. Gleichzeitig soll er ein Zurückklappen der Gingiva auf die Präparationsgrenze verhindern.
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Individueller Löffel
Bei der Doppelmischtechnik empfiehlt sich die Anwendung von laborgefertigten individuellen Löffeln - oder zumindest die Individualisierung eines konfektionierten Abformlöffels (Rimlock-Löffel) mit distaler Abdämmung aus lichthärtendem Kunststoff oder thermoplastischem Material.
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Abformmaterialien
Die Abformung kann mit allen in der festsitzenden Prothetik üblichen Abformmaterialien erfolgen (Hydrokolloid, Polysiloxane, Polyether). Bei der Verwendung von Polysiloxanen können sowohl das Korrekturverfahren als auch die Doppelmischtechnik angewendet werden. Bei Polyethermaterialien kann nur die Doppelmischtechnik genutzt werden.
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Tipp
Sowohl bei Anwendung der Korrektur - als auch bei der Doppelmischtechnik empfiehlt sich nach der Applikation der niedrigviskosen Komponente eine Verteilung des Abformmaterials im Luftstrom. So wird eine gute Benetzung der Stumpfoberfläche sichergestellt.
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| Befestigung |
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Aufgrund der hohen Festigkeit des Gerüstwerkstoffes können Cercon-Restaurationen sowohl nach der Gerüstherstellung (gesintert) als auch nach der Verblendung einprobiert werden und die okklusalen und approximalen Kontaktpunkte können überprüft werden. Für die Adjustierung der okklusalen Kontaktpunkte empfehlen sich feinkörnige Diamantinstrumente. Die bearbeiteten Keramikoberflächen können mit geeigneten Keramikpoliersets poliert werden.
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Eine provisorische Befestigung der Cercon-Restauration ist mit jedem provisorischen Zement möglich. Ist eine spätere adhäsive Befestigung der Restaurationen geplant, empfiehlt sich die Verwendung eines eugenolfreien provisorischen Zementes. Für die Entfernung provisorisch zementierter Cercon-Restaurationen eignet sich eine Zange mit kunststoff- oder gummibelegten Branchen. Ein Abrutschen dieser Branchen wird durch ein Bepudern mit Aluminumoxidstrahlgut (Körnung 50 µm) verhindert.
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Konventionell oder adhäsiv? Ohne Einfluss auf Dauerfestigkeit und Frakturrisiko!
Für die konventionelle Befestigung sind sowohl Zinkphosphat- als auch Glasionomerzemente geeignet. Eine spezielle Konditionierung der Stumpfoberfläche ist bei der konventionellen Zementierung nicht erforderlich. Nach den vorliegenden Untersuchungen sind konventionelle Dualzemente nicht für die adhäsive Befestigung geeignet. Im Laborversuch konnte mit diesen Produkten nach 150-tägiger Wasserlagerung kein dauerhafter Verbund zwischen Zement und Restaurationsoberfläche erreicht werden.
Die Befestigungsflächen der Cercon-Restaurationen sollen vor dem Einsetzen sandgestrahlt werden (Aluminiumoxid, 50 µm, 2 bar). Bei der adhäsiven Befestigung ist die Anwendung eines Haftvermittlers optimal.
Quelle: DeguDent
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